British Columbia hat Tesla-Produkte wie die Powerwall, Wechselrichter und EV-Ladegeräte aus den CleanBC- und BC Hydro-Förderprogrammen ausgeschlossen. Diese Entscheidung soll angeblich dazu beitragen, kanadische Produkte zu bevorzugen und die Abhängigkeit von US-Importen zu verringern. Doch ein genauer Blick auf die aktualisierte Liste zeigt, dass nahezu alle verbleibenden förderfähigen Marken aus den USA stammen.
Was ist passiert?
Die neue Regelung von BC Hydro und CleanBC sieht vor, dass Tesla-Produkte ab dem 12. März 2025 nicht mehr für staatliche Förderungen in Frage kommen.
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Ausschluss von Tesla:
- Produkte wie der Tesla Wall Connector und die Tesla Powerwall sind betroffen.
- Bestehende Bestellungen und vorab genehmigte Anträge werden weiterhin bearbeitet.
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Ziel der Regelung:
- Laut den offiziellen Angaben soll die Politik "kanadische Waren bevorzugen" und "US-Produkte, soweit möglich, ausschließen".
- Kritiker bemängeln jedoch, dass der Großteil der förderfähigen Marken – rund 94,8 % – aus den USA stammt.
Neue Förderregeln und ihre Auswirkungen
Die aktualisierte Liste der förderfähigen Produkte beinhaltet nur vier kanadische Marken, während 73 US-amerikanische Unternehmen weiterhin unterstützt werden.
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Implikationen für Tesla-Kunden:
- Wer nach dem 12. März 2025 einen Tesla Wall Connector oder eine Tesla Powerwall erwerben möchte, erhält keinen Anspruch mehr auf die CleanBC- oder BC Hydro-Rabatte.
- Besitzer, die bereits vor diesem Stichtag genehmigte Förderungen erhalten haben, werden weiterhin berücksichtigt.
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Widersprüchliche Politik:
- Die Begründung, US-Produkte auszuschließen, steht im Widerspruch zu der Tatsache, dass fast alle Alternativen aus den USA stammen.
- Diese Inkonsistenz führt zu Diskussionen über die wahren Beweggründe hinter der Entscheidung.
Politische Debatte und Hintergründe
In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Kritik an der kanadischen Politik gegenüber Tesla.
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Weitere Maßnahmen:
- Es gab Forderungen nach 100 % Zöllen auf Tesla-Fahrzeuge und sogar nach einem Verkaufsstopp in Kanada.
- Auch in Toronto wurde Tesla aus bestimmten Förderprogrammen ausgeschlossen, was die Debatte um eine einheitliche Förderpolitik anheizt.
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Mögliche Hintergründe:
- Die Maßnahme könnte Teil eines breiteren Bestrebens sein, die heimische Wirtschaft zu stärken.
- Gleichzeitig werfen viele Beobachter ein, dass Tesla gezielt ins Visier genommen wird, während US-Marken weiterhin von Fördergeldern profitieren.
Fazit und Ausblick
Der Ausschluss von Tesla-Produkten aus den CleanBC-Rabatten in British Columbia zeigt, wie komplex und widersprüchlich Förderprogramme sein können. Während die Absicht besteht, kanadische Produkte zu unterstützen, bleibt die Realität, dass US-Marken weiterhin bevorzugt werden. Für Tesla-Kunden bedeutet dies, dass sie künftig auf staatliche Zuschüsse verzichten müssen – zumindest in British Columbia. Bleib dran, denn die Diskussionen um faire Förderbedingungen und die zukünftige Ausrichtung der kanadischen Politik werden sicherlich weitergehen.